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Presse

Kooperation von FondsKonzept und CAPinside

Die FondsKonzept AG und die CAPinside AG haben zu Beginn des Jahres ihre Kooperation beschlossen. FondsKonzept versteht sich als offener Maklerverbund und integrierter Dienstleister für freie Makler, Vertriebe, Vermögensverwalter, Banken, Versicherungen und Haftungsdächer, während CAPinside eine Investment-Community mit nach eigenen Angaben mehr als 26.000 angemeldeten Nutzern ist. FondsKonzept-Makler erhalten Zugang zur CAPinside-Investment-Community Mit der Kooperation erweitert FondsKonzept seine Dienstleistungen für das digitale Marketing von Verbundmaklern. Denn dadurch wird den FondsKonzept-Maklern der Zugang zu Analysetools des Online-Marketings, zu Rankings oder Fondsvergleichen eröffnet. Die Investment-Community von CAPinside ist Plattform für den kommunikativen Austausch bei Produkten und dient außerdem der kundenindividuellen Ausarbeitung von Anlagelösungen über verschiedene Assetklassen hinweg. Social-Media-Aktivitäten unterstützen Zudem können Makler laut FondsKonzept sämtliche Content-, Analyse- und Community-Funktionen nutzen und so ihre Präsenz in digitalen Schaufenstern und bei Social-Media-Aktivitäten unterstützen. Beispielsweise gibt es spezielle Tools des Online-Marketings wie die Suchmaschinenoptimierung (SEO), Contentstrecken über Text und Bewegtbilder sowie interaktive vertriebliche Elemente. Neue Angebote und Dienstleistungen möglich Alexander Krebs, Chief Sales Officer bei CAPinside, sagt: „Die Vernetzung zwischen FondsKonzept und CAPinside erhöht die digitale Sichtbarkeit der Makler von FondsKonzept in Online-Medien und Social-Media-Kanälen und stärkt gleichzeitig die CAPinside-Community. Das Know-how beider Partner ermöglicht darüber hinaus, gemeinsam neue Angebote und Dienstleistungen zu erarbeiten.“ (lg) Bild: © Rymden – stock.adobe.com

Finanz- und Versicherungsbranche: Zu wenig Frauen in Führung

Das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) hat eine Studie zu Frauen in Führungspositionen veröffentlicht. Darin kommt das Institut zu dem Ergebnis, dass Frauen in Spitzenpositionen weiterhin unterrepräsentiert sind. „Gläserne Decke“ IAB-Forscherin Iris Möller interpretiert die Ergebnisse: „Möglicherweise ist das ein Ergebnis der in der Literatur berichteten ‚gläsernen‘ Decken, die Frauen den Weg in Toppositionen versperren. Dazu zählen strukturelle Barrieren wie nicht standardisierte und wenig transparente Auswahlverfahren bei der Stellenbesetzung oder der fehlende Zugang zu karriererelevanten Netzwerken. Auch Stereotype, die Frauen bestimmte Verhaltensmuster wie eine geringere Karriereorientierung zuweisen, stellen weitere Hindernisse auf dem Weg nach oben dar.“ Gesamtanteil: 43%, Führungsebene: 27% Der Gesamtanteil von Frauen in der Privatwirtschaft liegt gemäß dem IAB bei 43%. Der Anteil von Frauen auf der ersten Führungsebene lag 2020 allerdings nur bei 27%, ein Prozentpunkt höher als im Jahr 2018. Zweite Führungsebene Auf zweiter Führungsebene stagniert der Anteil laut Studie seit 2016 bei ca. 40%. Damit sind Frauen in diesem Bereich inzwischen fast ihrem Anteil an der Gesamtbeschäftigung entsprechend vertreten. Privatwirtschaft und öffentlicher Sektor Mit Blick auf ihren Anteil an den Beschäftigten sind Frauen im öffentlichen Sektor nicht besser vertreten als in der Privatwirtschaft – auf zweiter Führungsebene sogar schlechter. Allerdings ist hier der Anteil von Frauen auf beiden Führungsebenen höher als in der Privatwirtschaft. Finanz- und Versicherungsbranche mit wenig Frauen an der Spitze Den Ergebnissen nach sind Frauen in der Finanz- und Versicherungsdienstleistungsbranche an der Spitze der Betriebe – gemessen an ihrem Beschäftigtenanteil – kaum anzutreffen. In der Praxis trifft man dort mittlerweile zwar häufiger Frauen in Führungspositionen an, aber von einer paritätischen Besetzung ist man weiterhin weit entfernt. Laut IAB-Betriebspanel 2020 liegt der Anteil der weiblichen Beschäftigten bei 54%. Der Frauenanteil auf erster Führungsebene beträgt dagegen aber nur 18%, auf der zweiten Führungsebene nur 28%. Entsprechend ist der sogenannte „Gender Leadership Gap“ in diesem Sektor laut Untersuchung am höchsten und beträgt 0,34 auf der ersten und 0,51 auf der zweiten Führungsebene. Am häufigsten haben Frauen dagegen Führungspositionen im Bereich Gesundheits- und Sozialwesen, Erziehung und Unterricht inne. Betriebe und Verwaltungen In Betrieben sowie Verwaltungen ist der Anteil von Frauen auf der zweiten Führungsebene seit Jahren relativ hoch. Dies führte laut Studie allerdings nicht dazu, dass Frauen häufiger in Spitzenpositionen kommen. „Offensichtlich ist es nicht nur eine Frage der Zeit, bis genug Frauen Erfahrung auf der zweiten Führungsebene gesammelt haben und dann auch in die obersten Führungsetagen aufsteigen“, so Susanne Kohaut, kommissarische Leiterin des Forschungsbereichs „Betriebe und Beschäftigung“. Neues Führungspositionen-Gesetz Die Erwartung, dass das 2016 eingeführte Gesetz für gleichberechtigte Teilhabe von Frauen und Männern an Führungspositionen für die Privatwirtschaft zu einer deutlichen Erhöhung des Frauenanteils auf oberster Ebene führt, werde nicht erfüllt, so Kohaut. „Allerdings wurden auch keine verbindlichen gesetzlichen Vorgaben für hohe Managementpositionen festgelegt. Es wird nach wie vor auf Freiwilligkeit gesetzt, bislang ohne erkennbaren Erfolg. Mit dem neuen Führungspositionen-Gesetz sind erstmals Sanktionen bei Nichterreichung von Zielgrößen vorgesehen – ihre Wirkung bleibt abzuwarten.“ (lg) Weitere Informationen zur IAB-Studie finden sich hier. Bild: © fotogestoeber – stock.adobe.com

Neuer Geschäftsführer für die Versicherungssparte bei AFC

Seit dem 01.01.2022 ist Florian Modler Geschäftsführer für den Bereich Kfz- Versicherungsgeschäft bei der Auto Fleet Control Gruppe (AFC). AFC hat sich im letzten Jahr verstärkt als Versicherungspartner für Kfz-Flotten positioniert und baut mit der Berufung von Modler ihre Kompetenzen im Versicherungsbereich und Underwriting weiter aus.

Florian Modler war zuletzt als Leiter Kraftfahrt Underwriting Großflotten bei der VHV Versicherung in Hannover tätig. Aufgrund seiner langjährigen Erfahrung in der Tarif- und Produktentwicklung erkennt Florian Modler besondere Potenziale in der Ansprache von Zielgruppen wie zum Beispiel Mobilitätsdienstleistern, die bisher noch nicht von spezifisch zugeschnittenen Versicherungslösungen profitieren konnten. Gleichzeitig setzt er auf die Ausweitung der AFC-Risikomanagementdienstleistungen, um neuartige Services wie Telematiklösungen anzubieten, die weitere Vorteile in der Prämiengestaltung der Versicherung mit sich bringen.

Über auto fleet control

Mit mehr als 20 Jahren Erfahrung im Markt und über einer Million abgewickelter Schäden ist die Auto Fleet Control als unabhängige Unternehmensgruppe einer der größten Anbieter von digitalem Schaden- und Risikomanagement sowie Versicherungslösungen. (ad)

Bild: © AFC

Sinkendes Angebot und geringere Vermarktungsdauer von Häusern

Wohnimmobilien in attraktiven Lagen sind gefragt. Das Angebot kann die Nachfrage nicht decken. Begehrt sind derzeit insbesondere Häuser mit großzügigen Außenflächen. Doch vor allem im städtischen Raum sind Ein- und Zweifamilienhäuser eher Mangelware. Aufgrund der hohen Nachfrage steigen nicht nur die Preise, sondern die Angebote sind auch nicht so lange auf dem Markt. Wie eine aktuelle Online-Umfrage des Maklerunternehmens VON POLL IMMOBILIEN zeigt, sind sowohl die Angebotszahlen als auch die Vermarktungsdauer bei Ein-und Zweifamilienhäusern rückläufig. „Die starke Nachfrage nach Wohnimmobilien führt in vielen Regionen Deutschlands zu einem reduzierten Angebot. Zwar gibt es auch hier regionale Disparitäten, aber vor allem im Segment der Ein- und Zweifamilienhäuser verzeichnen wir innerhalb des vergangenen Jahres weniger Immobilien auf dem Markt“, erklärt Daniel Ritter, geschäftsführender Gesellschafter bei VON POLL IMMOBILIEN. Diese Entwicklung bestätigt auch in etwa jeder Zweite der befragten Immobilienexperten (52%), wohingegen 48% keine Veränderung beobachten. Angebotszahlen teilweise um 25% gesunken Bei mehr als einem Drittel der befragten Immobilienexperten (34,2%) haben sich die Angebotszahlen für Ein- und Zweifamilienhäuser in den vergangenen zwölf Monaten um 25% oder mehr verringert. Bei weiteren 22,5% beträgt der Rückgang etwa ein Fünftel. 18,3% der Immobilienmakler gaben an, dass die Angebote um 15% gesunken sind, während 19,2% von einer Abnahme um 10% berichteten. Immerhin 5,8% der Befragten verzeichneten aktuell ungefähr 5% weniger Häuser auf dem Markt. Unsicherheiten bei Verkäufern, gestiegene Nachfrage bei Käufern Den Rückgang der Angebotszahlen bei Ein- und Zweifamilienhäusern führen die befragten Immobilienexperten auf verschiedene Ursachen zurück. So sehen die meisten von ihnen derzeit Unsicherheiten bei Eigentümern, die sich die Frage stellen, ob sie ihr Haus gerade jetzt verkaufen sollen. Viele Befragte führen das verringerte Angebot aber auch auf die gestiegene Nachfrage zurück. Allerdings sagen etliche befragte Makler auch, dass die Sorge vor einer weiteren Inflationsentwicklung Eigentümer zögern lässt, zu verkaufen und Häuser folglich nicht auf den Markt kommen. „Die Pandemiesituation und deren wirtschaftliche Auswirkungen haben die Menschen mehrheitlich verunsichert. In Bezug auf den Immobilienmarkt zögern einige Eigentümer einen Verkauf aus den unterschiedlichsten Gründen hinaus“, sagt Ritter. Dabei könnten Eigentümer aufgrund der hohen Nachfrage nach Wohnimmobilien momentan höchste Preise erzielen und das vielerorts in einem kürzeren Vermarktungszeitraum als noch vor der Pandemie, so Ritter weiter. Angebote nicht mehr so lange auf dem Markt Attraktive Immobilien in beliebten Lagen bleiben nicht lange am Markt, wie auch die Umfrage zeigt: Demnach beobachtet mit 68% die Mehrheit der befragen Immobilienexperten eine verkürzte Vermarktungsdauer bei Ein- und Zweifamilienhäusern in den vergangenen zwölf Monaten. 13,9% der Befragten geben an, dass Häuser derzeit in weniger als einem Monat den Besitzer wechseln. Bei knapp jedem vierten Immobilienmakler dauert der Verkauf eines Ein- oder Zweifamilienhauses aktuell ungefähr einen Monat. Fast jeder dritte Befragte verkauft Ein- und Zweifamilienhäuser nach zwei Monaten. Ein Fünftel der Experten nennt eine Verweildauer der Objekte von durchschnittlich drei Monaten, wohingegen bei 8,6% die Vermarktung etwa vier Monate oder länger dauert. Knappes Angebot sorgt für kürzere Verweildauer am Markt Einigkeit herrscht unter den Immobilienexperten darüber, dass das knappe Angebot auf dem Immobilienmarkt für die aktuell verkürzte Vermarktungsdauer bei Häusern verantwortlich ist. Aber auch die Tatsache, dass Immobilien als krisensichere und stabile Wertanlage gelten, sehen die Befragten als Grund. Das derzeitige niedrige Zinsniveau sowie die guten Finanzierungsmöglichkeiten tragen den Immobilienexperten zufolge ebenfalls zur verkürzten Vermarktungsdauer bei. (tk) Bild: © stockpics – stock.adobe.com

Beschwerden über unerlaubte Werbeanrufe auf Höchststand

Die Bundesnetzagentur erreichten im Jahr 2021 insgesamt 79.702 schriftliche Beschwerden zu unerlaubten Werbeanrufen, was einen neuen Höchststand bedeutete. 2020 waren es noch 63.273 Beschwerden, sodass auch die Zuwachsrate mit 26% weiter angestiegen ist. Da viele Verbraucherinnen und Verbraucher bei den sogenannten Coldcalls auch häufig genervt auflegen, dürfte ihre tatsächliche Zahl indes deutlich höher liegen. „Im Jahr 2021 haben uns so viele Beschwerden zu unerlaubter Telefonwerbung erreicht wie noch nie. Wir gehen weiterhin mit Nachdruck gegen die Unternehmen vor, die unerlaubte Telefonwerbung betreiben“, kommentiert Jochen Homann, Präsident der Bundesnetzagentur, die Dynamik. Unerlaubte Werbeanrufe nach einzelnen Branchen Auch die Finanz- und Versicherungsbranche trägt zu den kontinuierlich steigenden Beschwerden – in negativer Hinsicht – kräftig bei. Nach Angaben der Bundesnetzagentur erreichten sie 11.154 Beschwerden über unerlaubte Anrufe zu Finanz- und Versicherungsprodukten, was einem Anteil von immerhin 14% entspricht. Die meisten Beschwerden betrafen nach wie vor Energieversorgungsprodukte (21.840), gefolgt von Internet- und Telefonangeboten (21.438) und Postdienstleistungen (15.118). Ein weiteres häufiges Beschwerdethema bildeten nach Agenturangaben aggressiv beworbene Zeitschriftenabonnements sowie Gewinnspiele. Rufnummernunterdrückung weiter auf dem Vormarsch Bei ihren Ermittlungen stellte die Bundesnetzagentur auch ein deutlich gestiegenes Aufkommen an Werbeanrufen fest, bei denen den Verbraucherinnen und Verbrauchern entweder gar keine Rufnummer oder missbräuchlich eine häufig im Tagesrhythmus wechselnde falsche Rufnummer angezeigt wurden. Hierdurch machten sie es den Verbraucherinnen und Verbrauchern besonders schwer, Werbeanrufe zu erkennen und ihren Eingang zu verhindern. Diese Rufnummernunterdrückung sei „inakzeptabel“, erklärt Homann. Künftig haben Täterinnen und Täter in diesen Fällen jedoch mit deutlich höheren Bußgeldern zu rechnen. Zum 01.12.2021 erhöhte der Gesetzgeber den Bußgeldrahmen für Rufnummernunterdrückung bei Werbeanrufen von bislang 10.000 Euro auf künftig 300.000 Euro. Verhängte Bußgelder ebenfalls mit Rekordstand Im Jahr 2021 wurden wegen unerlaubter Telefonwerbung und Rufnummernunterdrückung bei Werbeanrufen Bußgelder in einer Gesamthöhe von 1.435.000 Euro verhängt. Auch dies stellt im Vergleich zu den letzten Jahren eine nochmalige Steigerung dar (2018: 1.105.000 Euro, 2019: 1.309.500 Euro, 2020: 1.351.500 Euro). (as) Bild: © Christian Horz – stock.adobe.com

Bundesanleihen: Das Ende der Minuszinsen ist da

Bundesanleihen gelten als mündelsichere Wertpapiere und damit als besonders sicher, dafür allerdings auch als gering verzinst. Doch die Unsicherheiten um die Modalitäten des Brexit und die künftigen Beziehungen zwischen Großbritannien und der EU läuteten ab Mai 2019 eine Phase negativer Renditen ein. Der Ausbruch der Coronavirus-Pandemie und der folgende Börsen-Crash verstärkten den Run auf Bundesanleihen. Im März 2020 erreichte die Rendite der zehnjährigen Titel daher ein Rekordtief von −0,909%. Gut zweieinhalb Jahre notierten nun die Renditen dauerhaft im Minus, doch am Vormittag des 19.01.2022 war es dann soweit: Das Ende der Minuszinsen war da. Die jüngste zehnjährige Staatsanleihe warf nach Angaben des Finanzportals onvista kurzfristig eine positive Rendite von +0,017% ab. „Endlich muss der Anleger beim Kauf von zehnjährigen Bundesanleihen nicht von vorne herein draufzahlen“, kommentierte Berenberg-Chefvolkswirt Holger Schmieding den Vorgang, und weiter: „Aber eine attraktive Anlage, die neben der Sicherheit über die spätere Rückzahlung auch einen Ertrag verspricht, sind diese Anleihen damit noch lange nicht.“ Ursache ist ein sich veränderndes makroökonomisches Umfeld Der Anstieg der deutschen Rendite sei die Folge anhaltend hoher Inflationsraten und der Erwartung kräftiger Zinserhöhungen durch die Fed sowie einer weniger expansiven Geldpolitik der Europäischen Zentralbank, erklärte Oliver Eichmann, Zinsexperte für den europäischen Raum der Fondsgesellschaft DWS, und prognostizierte weiter: „Wir gehen davon aus, dass die Rendite der zehnjährigen Bundesanleihen in diesem Jahr weiter bis in den Bereich von +0,2% steigen wird.“ Diese Entwicklung habe sich bereits abgezeichnet, sagte wiederum Elmar Völker, Analyst bei der Landesbank Baden Württemberg (LBBW), in einer ersten Reaktion. Es gebe einen „Abwärtsdruck auf die Rentenkurse“ und dementsprechend einen „Aufwärtsdruck auf die Renditen“. Und das komme vor allem aus den USA, „wo sich die Anzeichen verdichten, dass die US-Notenbank bereits in wenigen Wochen die Leitzinswende einläuten dürfte“, sagte Völker. Anders als in der Eurozone gab es zuletzt Spekulationen, dass die Fed die Zinsen angesichts immer neuer Höchststände bei den Teuerungsraten bereits im März erhöhen könnte und damit früher als ursprünglich an den Finanzmärkten erwartet. Zehnjährige Bundesanleihen als wichtige internationale Benchmark Die zehnjährigen Bundesanleihen gelten als Maßstab für die Entwicklung der langfristigen Kapitalmarktzinsen – und das nicht nur in Deutschland, sondern in der gesamten Eurozone. Die Anleiherenditen anderer Euro-Länder werden an Bundesanleihen gemessen, ebenso wie die Renditen von Unternehmensanleihen. Auch für Hypothekenzinsen sind die zehnjährigen Staatspapiere ein wichtiger Vergleichsmaßstab. Nach Angaben der Fondsgesellschaft DWS wird diese Wendung zunächst aber nicht zu einem Problem für die höher verschuldeten Staaten des Euroraums. Derzeit sei nicht zu erwarten, dass der Markt deren Refinanzierungsfähigkeit testen werde. Denn die Geldpolitik der Europäischen Zentralbank dürfte expansiv bleiben und einer Ausweitung der Spreads über die noch bis 2024 andauernden Reinvestitionen entgegenwirken. Allerdings könne das mit einer wieder positiven Rendite der zehnjährigen Bundesanleihe einhergehende psychologische Moment einige Investoren dazu bewegen, Kapital aus höher verschuldeten Staaten des Euroraums abzuziehen. Daher gehe man auf Sicht von zwölf Monaten von moderat steigenden Risikoprämien italienischer Staatsanleihen gegenüber Bundesanleihen aus, so die Äußerungen seitens der DWS. Wende ins „Plus“ als rein symbolischer Wert Die Null-Marke habe rein symbolischen Wert, beschwichtigt hingegen Carsten Brzeski, Chefvolkswirt der Bank ING, und erläutert weiter: „Sie hat ‚keinen wirtschaftlichen Mehrwert‘.“ Der Anstieg der Renditen zeige aber allgemein die „Zeitenwende“ bei den Notenbanken. „Kredite werden langsam wieder etwas teurer oder – besser gesagt – etwas weniger günstig. Marginal können sich Kreditnehmer und Häuslebauer dieses Jahr auf leicht steigende Zinsen einstellen. Für Sparer werde sich wohl nichts verändern, sagte Brzeski weiter. Ungeachtet des eher symbolischen Wertes verändert diese Wende dann doch so manche Erwartungen unter den Finanzmarktteilnehmern. „Die steigenden Bond-Renditen machten Aktienanleger nervös“, mahnt Portfolio-Manager Thomas Altmann vom Vermögensberater QC Partners, und führt weiter an: „Für die Unternehmen werden die steigenden Zinsen zur immer größeren Belastung. Damit steigen die Kapitalkosten, gleichzeitig sinken Margen und Gewinne.“ Und auch der eine oder andere Finanzminister dürfte unruhig werden, denn je höher die Bond-Renditen, desto teurer wird die Finanzierung von Haushaltsdefiziten. (as) Bild: © Coloures-Pic – stock.adobe.com

Neuer Leiter Vertrieb und Key-Account bAV bei ConceptIF

Die ConceptIF Pensions AG erweitert mit Andreas Olm ihr Führungsteam. Olm übernimmt die neu eingerichtete Funktion des Leiters Vertrieb und Key-Account in der bAV. Er ist verantwortlich für die Betreuung der Vermittler und Maklerhäuser im Bereich der bAV und des Vermögensschutzes mit der persönlichen D&O-Versicherung der ConceptIF. Darüber hinaus soll Olm die Kooperation mit der Versicherungskammer Bayern ausbauen. Dank der Zusammenarbeit eines öffentlichen Versicherers mit einer freien Unterstützungskasse können Mitarbeitende im Öffentlichen Dienst neben der Pflichtversicherung der Versorgungsanstalt des Bundes und der Länder (VBL) eine bAV aufbauen und weitere gesetzliche Ansprüche für eine steuer- und sozialabgabenfreie Altersvorsorge nutzen. Andreas Olm arbeitete seit mehr als zwei Jahrzehnten für verschiedene Unternehmen, unter anderem für die Allianz Pension Partners GmbH, wo er das Versorgungswerk „Metallrente“ mit aufbaute. Bei der GBP Gesellschaft für Betriebliche Pensionsplanung mbH, einer Tochtergesellschaft der Hamburger Sparkasse, betreute der gelernte Bankkaufmann das Firmenkundensegment. Zuletzt war der 56-Jährige für die Schuster Versicherungsmakler GmbH tätig, wo er als Senior Consultant bAV und Key Account Manager tätig war. (ad) Bild: © ConceptIF

Cyberschutz für KMU: InsurTech Baobab in den Startlöchern

Das InsurTech Baobab hat 3,5 Mio. Euro Risikokapital erhalten, um kleine und mittelständische Firmen vor den Gefahren durch Cyberangriffe zu schützen. Das 2020 gegründete Start-up ist angetreten, um die Cybersicherheitslösung für den Mittelstand zu werden. Baobab bewertet das Cyberrisiko, sichert das Unternehmen gegen Angriffe ab und versichert es gegen Verluste. „Wir wollen ganzheitlich das Risiko von Cyberattacken für kleine und mittelständische Unternehmen in Europa mindern”, erklärt Vincenz Klemm, Mitgründer von Baobab. „Versicherbare Verluste, die durch Cyberkriminalität entstanden sind, haben sich in den letzten zwei Jahren verdoppelt. Die deutsche Wirtschaft allein verliert jedes Jahr 220 Mrd. Euro als Folge von Cyberangriffen. Die größte Herausforderung für KMU ist, Cyberrisiken nicht genau einschätzen zu können. Baobab versichert Unternehmen deshalb nicht nur gegen diese Risiken sondern bietet gleichzeitig Schutz- und Monitoringmaßnahmen, um Angriffen vorzubeugen.” Das InsurTech nutzt Machine Learning, um über die Zeit genauere Schadenvorhersagen treffen zu können. Deutschland-Start im Frühjahr 2022 geplant Gegründet wurde Baobab im Jahr 2020 von Vincenz Klemm, dem Mitgründer der Versicherungsplattform Gabi, die im vergangenen Jahr für 320 Mio. US-Dollar verkauft wurde, und Anton Foth, ehemals bei BCG Digital Ventures und der Coya AG. Baobab will im Frühjahr 2022 in Deutschland an den Start gehen, weitere europäische Märkte sollen folgen.  Unterstützung für Makler und Kooperation mit Versicherern Das Start-up wendet sich auch an Versicherungsmakler, die sich mit Baobab zusammenschließen können, um ihre Kunden rund um Cyberrisken zu beraten und Policen zur Absicherung anzubieten. Wie Baobab weiter ankündigt, will es als Assekuradeur mit größeren Versicherungen zusammenarbeiten, um Schadensummen abzusichern. „Wir möchten Versicherungsmakler in die Lage versetzen, ihre Kunden besser über ihre individuelle Risikoexposition zu informieren, damit Unternehmen nicht mit kryptischen Analysen alleingelassen werden, sondern stattdessen klare Handlungsempfehlungen für die Sicherheit ihrer Daten und Systeme erhalten”, unterstreicht Klemm. Aufbau des Teams Im ersten Schritt will Baobab die Finanzierungsmittel einsetzen, um das Team aufzubauen. An Bord sind bereits Manuela Solescu, ehemals bei Revolut und wefox, als Head of Product, Andrew Saula, vormals Head of Pen Testing TUI, als Head of Cyber Security für Baobabs Portfoliounternehmen, und Arian Mohajer Soltani, ehemals bei AIG und Marsh, als Head of Cyber Underwriting. Angeführt wird die Pre-Seed-Finanzierungsrunde von Project A Ventures. Zum Investorenkreis gehören außerdem La Famiglia und Discovery Ventures sowie Angel Investoren wie unter anderem die Clark-Gründer Christopher Oster und Marco Adelt. „Der Markt für Cyberversicherungen befindet sich an einem Wendepunkt: Die Nachfrage steigt und zeitgleich ziehen sich etablierte Player aufgrund der komplexen Preisbildung in diesem Segment zurück. Wir freuen uns darauf, mit Vincenz und Anton in zwei erfahrene InsurTech-Unternehmer zu investieren“, erklärt Sam Cash, Principal bei Project A. Bild: © pickup – stock.adobe.com

InsurTech ANTEVIS startet in Deutschland

Das auf Heilwesen-Haftpflichtfälle spezialisierte InsurTech ANTEVIS mit Hauptsitz in Lyon/Frankreich ist ab sofort am neuen deutschen Standort in Köln aktiv. Das Joint Venture ANTEVIS wurde 2020 von ACTINEO, dem deutschen Marktführer für die Digitalisierung und medizinische Einschätzung von Personenschäden, und der Sham – Relyens-Gruppe, dem führenden Versicherer und Risikomanager für Akteure im Bereich Heilwesen in Europa, gegründet. Nach dem Start in Frankreich, Spanien und Italien bietet das Start-up nun seine Leistungen und IT-Produkte auch in Deutschland an.

Services des InsurTech

Die Services setzen sich einerseits aus der Digitalisierung von Heilwesen-Haftpflichtfällen und der Strukturierung medizinischer Daten und andererseits aus der medizinischen Einschätzung von Schadenfällen zusammen. Über eine Schnittstelle zum IT-System des Kunden können Auftragsdaten sicher erhalten und strukturierte medizinische Daten automatisiert zurück übertragen werden. „Unser Ziel ist es, das Fallmanagement selbst für die in der Regel sehr umfangreichen Heilwesenfälle weitestgehend zu automatisieren. Daher sind unsere Leistungen alle digital aufgesetzt: von der Datenbeschaffung und -extraktion über die medizinische Bewertung bis zur medizinischen Rechnungsprüfung bei Haftpflichtfällen im Bereich Heilwesen“, erklärt Bastian Beckers, CEO von ANTEVIS.

Potenzielle Adressaten der Services

Die Leistungen richten sich an alle Einrichtungen, die im Rahmen der medizinischen Haftpflicht an der Bearbeitung von Personenschadenfällen beteiligt sind – unabhängig davon, ob es sich um Versicherungsakteure wie Makler, Verwalter, Versicherer sowie Rückversicherer oder um Akteure im Heilwesen (teilweise oder vollständig selbstversicherte und/oder selbstverwaltete Einrichtungen, insbesondere Krankenhäuser) handelt.

Gemeinsame Plattform für Mediziner und Schadensachbearbeiter

Neben einem Dokumentenmanager bietet die IT-Lösung Medizinern und Schadensachbearbeitern eine gemeinsame Plattform für die Fallbearbeitung. Dabei werden länderspezifische Features zusätzlich entwickelt, etwa in Deutschland die Integration nationaler Codier-Richtlinien für Diagnosen und medizinische Maßnahmen. Im laufenden Jahr arbeitet das Entwicklungsteam des Unternehmens außerdem an einer Anwendung für die optimierte Dokumentenklassifizierung und -analyse. Ebenfalls soll die strukturierte Codierung von Medikamenten und medizinischen Hilfsmitteln in der IT-Plattform optimiert und automatisiert werden, um die Datenqualität noch weiter zu verbessern. (as)

Bild: © Sergey Nivens – stock.adobe.com

PHV: Die Haftpflichtkasse erneuert Tarifstruktur

Die Haftpflichtkasse hat die Tarifstruktur in ihrer privaten Haftpflichtversicherung (PHV) vereinfacht und bietet nun drei statt bisher vier Produktlinien an: „Einfach Gut“, „Einfach Besser“ und „Einfach Komplett“. Im Rahmen der Neustrukturierung erhöhen sich die Versicherungssummen in allen Produktlinien deutlich: auf 25, 50 und 70 Mio. Euro. Das exponentielle Wachstum des technologischen Fortschritts führt in immer kürzeren Abständen zu großen Entwicklungssprüngen – beispielsweise der Elektromobilität. Hierdurch entstehen neuartige Herausforderungen, die finanzielle oder gesundheitliche Risiken zur Folge haben können. „Damit monetäre oder körperliche Belastungen nicht die Freude an den großartigen Optimierungen unseres Alltags nehmen, muss ein bedarfsgerechter Versicherungsschutz mitwachsen und sich den Neuerungen anpassen. Das haben wir zum Anlass genommen, unseren Privathaftpflicht-Tarif auf Herz und Nieren zu prüfen. In die Entwicklung sind neben den gesellschaftlichen und sozialen Veränderungen auch die Wünsche unserer Vertriebspartner und Kunden eingeflossen“, berichtet Torsten Wetzel, Vorstandsmitglied der Haftpflichtkasse. Da die Zufriedenstellung der Versicherungsnehmer das primäre Ziel des Versicherungsvereins auf Gegenseitigkeit ist, hat die Haftpflichtkasse eine Zufriedenheitsgarantie für ihre Kunden in die Bedingungen des neuen Tarifs integriert. Und um dem gesellschaftlichen Wandel bei Familienformen gerecht zu werden, gibt es eine eigene Tarifvariante für Paare ohne Kinder. Weitere Neuerungen: Bei der Nutzung von Car-Sharing-Angeboten übernimmt die Haftpflichtkasse im Schadenfall den Selbstbehalt der Vollkasko bis 250 Euro – für Elektroautos sogar bis 500 Euro. Auch Schäden an gemieteten E-Scootern sind mitversichert. Ebenso sind selbstständige gewerbliche Nebentätigkeiten bis zu 22.000 Euro Jahresumsatz mitversichert („Einfach Komplett“-Tarif). Mit der Neuwert-GAP-Deckung wird die Differenz zum Neuwert bis 5.000 Euro erstattet, wenn der Versicherungsnehmer als Anspruchsteller von einem anderen Haftpflichtversicherer nur den Zeitwert ersetzt bekam. Bei einer nachhaltigen Neuanschaffung werden sogar bis zu 20% zusätzlich gezahlt. Eine beitragsfreie Exzedentendeckung ist im „Einfach Komplett“-Tarif zudem bis zu zwölf Monate inkludiert. Aber auch die aus den bisherigen PHV-Tarifen der Haftpflichtkasse bekannte Erweiterte Vorsorge, Innovationsgarantie und Besitzstandsgarantie wurden in die neuen Tarife mit übernommen. (ad) Bild: © sonjanovak – stock.adobe.com

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